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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre I: Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre – Professor Dr. Klaus Schäfer

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V 1-2 Bankenregulierung und Wertpapieraufsicht (ehemals AKap)

Lernziele

Das Modul besteht aus zwei Veranstaltungsteilen. Studierende sollen in einem ersten Teil die speziellen branchenspezifischen Gegebenheiten der nationalen und internationalen Bankenrechnungslegung und -publizität in Struktur und Notwendigkeit verstehen. Über die Analyse praktischer Anwendungsprobleme und damit einhergehender Herausforderungen für die Prüfung und Bankenaufsicht lernen sie mit bankenspezifischen Themen wie der Bilanzierung von Finanzinstrumenten oder der Einhaltung der Basler-Bestimmungen z.B. zu den (Mindest-)Eigenkapitalanforderungen umzugehen. Der zweite Teil befasst sich mit aufsichtsrechtlichen Fragen zur Emission von Wertpapieren (z. B. Aktien, Anleihen, Genussscheine, Derivate) und Vermögensanlagen (z. B. geschlossene Fonds, Genussrechte, stille Beteiligungen). Die Studierenden können mit den unterschiedlichen aufsichtsrechtlichen Gesetzesgrundlagen und Anforderungen, die im Rahmen der Prospektierung von Wertpapieren oder Vermögensanlagen durch Banken und Unternehmen eine Rolle spielen, umgehen. Sie können Fragen nach Folgepflichten und der zeitlichen Finanzierungsplanung eigenständig beantworten.


Lerninhalte

Inhalte im ersten Teil sind die Bilanzierung und Publizität von Kreditinstituten nach nationalen sowie internationalen Normen (insb. HGB, IFRS) und bankenaufsichtsrechtlichen Vorgaben (auch des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht). Im Vordergrund stehen die branchenspezifischen Standards, Gesetzte und aufsichtsrechtlichen Normen, aber auch praktische Erfahrungen. Das Wechselspiel zwischen Kreditinstituten (Erstellern) und Adressaten steht hierbei ebenso im Vordergrund wie die Implikationen für die Bankenprüfung und Aufsichtsgremien. Inhalte im zweiten Teil sind Aufgaben der BaFin, rechtliche Grundlagen der Aufsicht über Vermögensanlagen bzw. Wertpapiere, Prospektpflicht und Ausnahmen, Angaben im Prospekt, notwendige Finanzinformationen, Besonderheiten bei Start-Up´s, Property Companies / Real Estate Investment Trusts (REITs), das aufsichtsrechtliche Verfahren, Prüfungsmaßstab, Nachtragspflichten, Prospekthaftung, Vergleich der Finanzierungsalternativen.


Form der Wissensvermittlung

Vorlesung (2 SWS).

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundkenntnisse in Rechnungslegung und Finanzierung, wie sie in den Bachelor-Modulen F-3 Finanzwirtschaft und F-4 Rechnungslegung (Bilanzen) behandelt sind, werden vorausgesetzt.


Teilnahmevoraussetzungen

Keine

Modulprüfung

Die Modulprüfung besteht aus einer 60minütigen Klausur.

Arbeitsaufwand (Workload)

Präsenzzeit in der Vorlesung 30  Std.
Vor- und Nachbereitung, Literaturstudium
und Prüfungsvorbereitung
150  Std.
Summe 180 Std.

ECTS-Leistungspunkte

6 ECTS-LP

Zeitlicher Umfang

1 Semester (Vorlesung 2 SWS). Das Modul wird geblockt angeboten. Die Termine werden in einem gesonderten Aushang bekannt gegeben.


Angebotshäufigkeit

Unregelmäßig. Derzeit: 1x im Studienjahr jeweils im Wintersemester.

Verknüpfung mit anderen Modulen

Das Modul ist auch Teil der „großen“ Vertiefung FACT.

Ansprechpartner


Literaturhinweise

  • Gschrey, E. (2009): Einführung in das Kreditwesengesetz, Wiesbaden.
  • Gschrey, E. (2009): Bilanzrechstmodernisierungsgesetz (BilMoG), Wiesbaden.
  • Löw, E. (2005): Rechnungslegung für Banken nach IFRS, 2. Aufl., Berlin.
  • Kullmann W. / Sester, P. (2005): Das Wertpapierprospektgesetz - Zentrale Aspekte des neuen Regimes für Wertpapieremissionen, in: WM, Heft 23, S. 1068-1076.
  • Leuering, D. (2006): Prospektpflichtige Anlässe im WpPG, in: Der Konzern – Ausgabe 1/2006, S. 4-11.

Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Klaus Schäfer

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